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Teilqualifizierungen

Mit einer Teilqualifizierung erhalten geringqualifizierte Erwachsene die Chance, einen Beruf Schritt für Schritt zu erlernen und sogar einen Berufsabschluss nachzuholen.

Der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt gestaltet sich für Personen ohne einen Berufsabschluss oft schwer, dennoch bringen diese Personen berufliches Potential mit, welches häufig ungenutzt bleibt. Für diese Menschen können Teilqualifikationen eine Chance sein, um sich zu Fachkräften weiterzubilden.

Teilqualifikationen basieren auf vorhandenen Ausbildungsordnungen und werden bundeseinheitlich für technische und kaufmännische Berufe sowie verschiedene Dienstleistungsbereiche angeboten. Im Rahmen der Teilqualifizierung werden Ausbildungsinhalte in kürzere Bausteine (sogenannte Module) unterteilt, die flexibel durchlaufen werden können, um so eine schrittweise Nachqualifizierung zu ermöglichen. Die Dauer je Baustein beträgt 3-6 Monate. Vor Beginn wird individuell eingeschätzt wie viele Bausteine absolviert werden.

Nach jedem absolvierten Baustein können Kompetenzfeststellungen durch die regionale Kammer erfolgen. Wer alle Bausteine der Teilqualifizierung eines Berufes erfolgreich durchlaufen hat, kann sich über eine Externenzulassung zur Abschlussprüfung anmelden und mit bestandener Prüfung einen vollwertigen Berufsabschluss erwerben.

Zielgruppe der Teilqualifizierung sind Erwachsene über 25 Jahren, die keinen (verwertbaren) Berufsabschluss haben.

Hierzu zählen Erwachsene ohne Berufsabschluss, Beschäftigte ohne formalen Berufsabschluss, Berufsrückkehrende mit stark veralteten Berufsqualifikationen, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen sowie Menschen mit Migrations-/Fluchthintergrund.

Eine Teilqualifizierung ist auch berufsbegleitend möglich.

Bei Interesse an einer Teilqualifizierung suchen Sie den Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit Ihres Orts bzw. zum örtlichen Jobcenter. Diese informieren und sind in der Regel Kostenträger.

Grundlage einer Teilqualifizierung sind staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Die Inhalte dieser Ausbildungen werden auf Bausteine (sogenannte Module) verteilt, die zusammengefasst alle Inhalte einer normalen Ausbildung abdecken. Sie sind in sich geschlossen und bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Teilnehmende können einen oder mehrere Bausteine absolvieren, flexibel nach Bedarf. Die Reihenfolge ist dabei ebenfalls frei wählbar.

Das theoretische Wissen der Teilqualifizierung wird von einem zertifizierten Bildungsträger vermittelt. Der praktische Teil wird als Praktikum in einem Betrieb in der Region absolviert oder er erfolgt im eigenen Unternehmen, wenn bereits ein Beschäftigungsverhältnis besteht.

Die Lehrgangskosten, erforderliche Lernmittel sowie Prüfungen im Rahmen der Teilqualifizierungen können durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zu 100 Prozent gefördert werden.

Je nach Einzelfall sind zusätzliche Kosten wie Fahrten, Kinderbetreuung oder Unterbringung förderfähig.

Teilqualifizierungen werden für technische, kaufmännische sowie dienstleistungsorientierte Berufe angeboten.

Für welche Berufe im Speziellen Teilqualifikationen angeboten werden, erfahren Sie auf den Seiten der Industrie- und Handelskammern Ihrer Region oder auf der Seite der Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung.